/**/

Polyhydramnion – zu viel Fruchtwasser

| zu viel Fruchtwasser | Hydramnion | Polyhydramnion | hohe Fruchtwassermenge
Zu viel Fruchtwasser in der Schwangerschaft

(c) JMG / pixelio.de

Während der Schwangerschaft können zahlreiche kontrollbedürftige Befunde auftreten, wie z.b. Polyhydramnion. Wurde bei Dir zu viel Fruchtwasser festgestellt, gibt es erst mal keinen Grund zur Panik.

Zu viel Fruchtwasser kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann zu viel Fruchtwasser zwar auf verschiedene “Erkankungen” hindeuten, muss es aber nicht. Es gibt auch Frauen oder Schwangerschaften, die einfach zu mehr oder weniger Fruchtwasser tendieren.

Wird bei einer Kontrolluntersuchung zu viel Fruchtwasser festgestellt, leitet der Arzt weitere Untersuchungen in die Wege, um mögliche Ursachen abzuklären und ggfs. zu behandeln. Wurde keine dieser Ursachen bestätigt, liegt einfach eine Veranlagung für Polyhydramnion vor.

Mögliche Ursachen für zu viel Fruchtwasser (Polyhydramnion):

Hast Du zu viel Fruchtwasser, werden Untersuchungen durchgeführt, um untenstehende Ursachen auszuschließen bzw. geeignete Maßnahmen zur Behandlung in die Wege zu leite.

  • Schwangerschaftsdiabetes/ Gestationsdiabetes
    Zu viel Fruchtwasser kann auf Schwangerschaftsdiabetes hindeuten. Um dies abzuklären, wird ein Zuckertest durchgeführt. Hier gibt es 2 Formen. Beim einfachen Test wird 1 h nach dem Trinken einer Glukoselösung (50 g Glukose) der Blutzuckerwert gemessen. Liegt dieser unter 140 mg/dl liegt alles im Normbereich. Wird der Wert überschritten, wird ein 2. Test in die Wege geleitet. Hierzu muss die Schwangere nüchtern zum Test erscheinen. Vor und 2 h nach dem Trinken einer Glukoselösung (75 g) wird der Blutzuckerwert gemessen. Bestätigt dieser Test die Schwangerschaftsdiabetes, muss die werdende Mutter eine strenge Diät  einhalten. In Einzelfällen ist das Spritzen von Insulin notwendig.
  • Infektionen
    Infektionen, die mit Polyhydramnion in Verbindung gebracht werden sind z.b. Röteln, Cytomegalie (Herpes-Virus), Toxoplasmose oder Syphilis. Diese Erkankungen können anhand eines Bluttests festgestellt und ggfs. behandelt werden.
  • Fehlbildungen des Kindes
    Mögliche Fehlbildungen des ungeborenen Kindes können die Ursache für zu viel Fruchtwasser sein. Um dies zu kontrollieren, wird z.B. in einer Pränatalklinik ein Feinultraschall durchgeführt, in dem v.a. Auffälligkeiten innerer Organe des Kindes kontrolliert werden. Dabei werden z.B. die Nieren, Magen, Blase und Herz überprüft.
  • Unterversorgung des Kindes
    Ebenso wird im Rahmen eines Feinultraschalls abgeklärt, ob das Ungeborene evtl. an Unterversorgungen leidet. Dafür wird mit Hilfe eines Farb-Doppler-Ultraschalls die Plazenta, Versorgungsgefäße der Plazenta sowie die Nabelschnur kontrolliert.

Risiken bei zu viel Fruchtwasser (Polyhydramnion):

Warum ist zu viel Fruchtwasser ein kontrollbedürftiger Befund? Auch wenn oben stehende Ursachen ausgeschlossen sind, ist eine engere Überwachung bei zu viel Fruchtwasser notwendig. Durch die große Menge steigt das Risiko einer Frühgeburt. D.h. der Druck der erhöhten Fruchtwassermenge kann vorzeitig Wehen auslösen oder zu einem vorzeitigen Blasensprung führen. Manchmal gleicht sich die Fruchtwassermenge im Verlauf der Schwangerschaft jedoch von selbst aus. In sehr seltenen Ausnahmefällen wird das Punktieren und damit das Abziehen von Fruchtwasser in Erwägung gezogen.

Anzeige
Vertbaudet

 

GD Star Rating
loading...
Polyhydramnion - zu viel Fruchtwasser, 3.6 out of 5 based on 8 ratings
Schlagworte: , , , , , ,

Schreibe ein Feedback!




* Alle gekennzeichneten Felder sind Pflichtangaben.